Das Heimatkundliche Archiv braucht neue Räume: Ein Vorschlag

Mit dem Aufbau des Heimatkundlichen Archivs hat dessen Leiter Eckhard Preuschhof seit 2008 eine anerkannte Kultureinrichtung für Homberg geschaffen, zusammen mit anderen Freiwilligen und in Kooperation mit dem Staatsarchiv Marburg. Das Staatsarchiv würdigte bereits 2014 diese Leistung mit dem Hessischen Archivpreis.

Für die weiter wachsende Sammlung reicht der Platz nicht mehr aus, vor allem ist die zulässige Tragfähigkeit der Geschossdecke längst erreicht. Die Arbeit der Freiwilligen wird durch fehlenden Archivraum behindert und erschwert.
 
Der Leiter des Archivs bat wieder öffentlich um Hilfe, wie schon einmal vor vier Jahren. Bisher ist nichts geschehen. Jetzt verweist Bürgermeister Dr. Ritz nur auf einen möglichen Standort in dem Gebäude, das zurzeit noch durch das Bürgerbüro belegt ist. Eine konkrete Planung für neue Räume liegt nicht vor. Das Heimatkundliche Archiv braucht jetzt konkrete Hilfe und darf nicht auf Zukunftspläne vertröstet werden.

Die Stadtbücherei wurde im letzten Jahr schnell aus dem Haus am Marktplatz in ein Schulgebäude der Erich-Kästner-Schule am Stadtrand verlagert. Auch die Musikschule wurde aus ihrer zentralen Lage am Busbahnhof in diese Schule am Stadtrand verdrängt. Die Nutzer der Bücherei und der Musikschule, die teilweise aus dem Umland anfahren, tragen jetzt nicht mehr zur Belebung der Innenstadt bei.

Eine schnelle Lösung ist möglich: Beispiel Wernswig
In der Schule in Wernswig steht im Altbau über dem Kindergarten eine ganze Etage leer.
Die ehemaligen Klassenzimmer erfüllen die Anforderung an die Tragfähigkeit eines Archivs. Das Schulgebäude mit dem Kindergarten ist beheizt, Sanitäranlagen sind vorhanden.
Ein Archiv braucht keine zentrale Lage, da nur wenige Besucher kommen, um dort zu arbeiten.

Einem Umzug steht nichts im Wege.
Es ist besser, Leerstand zu nutzen, als neu zu bauen.
Hier kann schnell mit geringen Kosten geholfen werden.
Herr Preuschhof hat viel Zeit und auch Geld in den Aufbau des Archivs investiert.
Jetzt sollte die Stadt ihre Aufgabe erfüllen.

Die Bürgerliste Homberg fordert den Magistrat auf, diesen Standort und vergleichbare andere zu prüfen, und das Ergebnis bis zum Ende der Schulferien bekannt zu geben.
 

Appell bei den Investitionen Vorsicht walten zu lassen verhallt ungehört

Auf der Stadtverordnetensitzung vom 14. Juli 2016 wurde unter Punkt 6 entschieden, ob neben den Gebäuden U8 bis U10 in der Kaserne auch noch gleich das Gebäude U7 abgerissen werden soll. Es entstehen Mehrkosten von ca. 80.000 Euro. Dieser Abriss ist vorsorglich, damit die Grundstücke besser vermarktet werden können. Es entstehen durch den Abriss ca. 13 Euro pro Quadratmeter an Kosten, die wir in Vorleistung gehen. Aktuell gibt es aber keine Interessenten für diese Grundstücke. Genau sowenig wie für andere noch frei zur Verfügung stehenden Gewerbegrundstücke.

Die Fraktion der Bürgerliste appelierte in der Sitzung dem Abriss nicht zuzustimmen. Durch den bereits beschlossenen Abriss stehen 16500 Quadratmeter Gewerbegrundstücke zur Verfügung. Wenn die zu einem akzeptablen Preis verkauft werden können, dann kann man immer noch über eine weitere Vorleistung und den Abriss des Gebäudes U7 entscheiden. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Investition von 80.000 Euro nicht gerechtfertigt. Ein vorsichtiger Kaufmann prüft zuerst wie sich die bereits beschlossenen Investitionen entwickeln.

In einer Zeit, bei der alle möglichen Kapriolen unternommen werden um die leere Kasse wenigstens ein bisschen zu füllen. In einer Zeit in der zum Beispiel die Bürger und der Einzelhandel mit Parkgebühren belastet werden, die im Jahr so ca. 80.000 Euro Einnahmen erbringen sollen. In dieser Zeit sind unvorsichtige Investitionen nicht angebracht.

Der Appell blieb leider ungehört. Gegen die Stimmen der Bürgerliste und der FWG wurde der Abriss und die damit verbundenen Kosten beschlossen.

Heinrich Nistler
– Fraktionsvorsitzender Bürgerliste –

Dirk Pfalz rückt nach

Dirk Pfalz rückt für Delf Schnappauf nach, der sein Stadtverordnetenmandat aufgegeben hat.

Mit Dirk Pfalz wird ein erfahrener Stadtverordneter mit langjährigen Kenntissen der Homberger Verhältnisse die Arbeit weiterführen.

1970 trat Pfalz in die SPD ein, und nahm bei den Jungsozialisten verschiedene Delegiertenmandate wahr.
Für Nordhessen war er mehr als 20 Jahre Mitglied im 20-köpfigen Bundesausschuss der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Juristen (ASJ).

Er war lange Jahre Stadtverordneter in Homberg, zeitweise auch Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion.
In den Akteneinsichtsausschüssen zum Fahrtenbuch und zur Schließung Krankenpflegestation hat er wichtige Aufklärung geleistet.

Schon länger haderte er mit der Politik der SPD in Homberg, doch er blieb seiner Partei treu. Der Satz: „Wir wollen Dich nicht auf unserer Liste“ brachte dann den Wendepunkt.

Das Bürgerbegehren von 2012 hatte er für die Klageberechtigten vor das Verwaltungsgericht gebracht, nachdem es von CDU und SPD unter formalen Gründen abgelehnt wurde.
Rund 2.000 Bürger hatten das Bürgerbegehren mit ihrer Unterschrift unterstützt. Noch heute warten sie auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Kassel.

Auf der Bürgerliste haben ihn die Wähler auf Platz drei gewählt.

siehe auch: Kandidatenvorstellung

 

Mehr Effizienz, mehr Transparenz

Die Bürgerliste hat am 2. Juni einen Antrag auf Einführung eines Ratssystems gestellt, mit der die Arbeit der Stadtverordnetenversammlung und der Ausschüsse effizienter und transparenter organisiert werden kann.
Dieser Antrag wurde mit Mehrheit angenommen. Inzwischen hat ein Vertreter aus der Wolfhagener Stadtverwaltung im Homberger Magistrat über die Erfahrungen aus Wolfhagen berichtet.

Wolfhagen hat bereits vor 15 Jahren mit der stufenweisen Einführung eines solchen Systems begonnen. Viele andere Städte in Nordhessen arbeiten mit einem solchen System. Das schafft Übersicht für die Stadtverordneten und die Bürger. In der Verwaltung wird Arbeit eingespart, da viele Routinearbeiten automatisiert sind.
Beispiele für Rats- und Bürgerinformationssysteme: Wolfhagen  Kaufungen

 

Platz für den Nachrücker

Unser Kandidat Delf Schnappauf wurde bei der Kommunalwahl von Platz 5 auf Platz 1 gewählt. Heute, am 14. Juli 2016  hat er in der Stadtverordnetenversammlung die folgende Erklärung abgegeben.

Persönliche Erklärung

„Heute, am 14. Juli 2016, nehme ich zum letzten Mal als Stadtverordneter an der Stadtverordnetenversammlung teil.
Danach gebe ich mein Mandat ab, ein Nachrücker wird den Auftrag der Bürgerinnen und Bürger fortsetzen.

In einer Broschüre des hessischen Innenministeriums heißt es: Die Kommunalpolitik ist eine Schule der Demokratie.

Am 1. April 2001 habe ich in dieser Schule angefangen.

Die ersten fünf Jahre war ich für Homberg im Magistrat tätig, seitdem als Stadtverordneter.

In 15 Jahren habe ich viel Zeit und Energie für diese Aufgabe verwendet.
Ich bin jetzt in einem Alter, in dem ich diese Arbeit reduzieren und mich auf die Arbeit im Hintergrund konzentrieren möchte. Dass ich bei der Kommunalwahl von Platz fünf auf Platz eins gewählt wurde, hatte ich nicht erwartet.
Nachdem mein Nachfolger eingearbeitet ist, überlasse ich ihm und dem Nachrücker jetzt das Tagesgeschäft.

Es heißt, Stadtverordneter sei ein Ehrenamt.

  • In diesem Ehrenamt wurde ich beschimpft, beleidigt und bedroht.
  • Ich wurde getäuscht und behindert, gerade von der Magistratsmehrheit der Stadt.
    Meine Warnungen vor zwielichtigen Investoren wurden überhört, stattdessen wurde der Kontakt zum wirtschaftskriminellem Milieu gehalten: Ich erinnere an das Projekt Algenzucht.
  • Der Rechtsweg wurde behindert. Aufsichtsbehörden und Justiz gaben unzureichende oder keine Unterstützung.
    Mehrere Verfahren liegen seit Jahren vor Gericht.

Ein Politiker sagte einmal: “Es muss nur demokratisch aussehen.“
Trotz meiner Erfahrungen in der Homberger Kommunalpolitik entscheide ich mich gegen Rückzug und Resignation.
Ich wechsele das Spielfeld. Ich ziehe mich von der Stadtverordnetenversammlung zurück, damit ein jüngerer Spieler das Feld betreten kann. Mit Recherche und Journalismus werde ich die Homberger Politik weiter unterstützen und die Bürgerinnen und Bürger informieren.

Es freut mich, dass in letzter Zeit einige Stadtverordnete in Homberg vermehrt nachfragen.
Stadtverordnete, die ihren Auftrag ernst nehmen und nach ihrem Gewissen entscheiden  – und nicht nach Gefolgschaft und Gehorsam. Das lässt mich hoffen.
Den Kolleginnen und Kollegen, die den aufrechten Gang gehen, wünsche ich Kraft und Durchhaltevermögen. Homberg braucht sie.

Ich übergebe den Auftrag der Wählerinnen und Wähler an meinen Nachfolger.
Für Homberg werde ich mich auch weiter in verschiedener Weise einsetzen,
denn mir liegt Homberg am Herzen.“

Naturkindergarten, kein Waldkindergarten

Die Bürgerliste befürwortet einen Kindergarten in der Natur, wenn die Bedingungen des Naturschutzes berücksichtigt werden.
Wir haben aber erhebliche Bedenken bei dem  geplanten Kindergarten in der Salzgasse: Hohe Baukosten, ungünstige Bedingungen für Kinder und erschwerte Bedingungen für ErzieherInnen. 

Solange ein Naturkindergarten als Waldkindergarten bezeichnet wird, ist es eine Irreführung der Öffentlichkeit.

Dr. Ritz nannte das Homberger Konstrukt einer Kindergartengruppe an der Stadtmauer einen „Waldkindergarten light“. Das zeigt, dass dieser Kindergarten nicht als echter Waldkindergarten betrachtet wird – für einen echten Waldkindergarten gibt es genaue Vorschriften und eine Vorlaufzeit von ca. zwei Jahren. (Aussage vom Verband der Waldkindergärten) Nach außen wird in Homberg aber weiterhin von einem Waldkindergarten gesprochen, eine bewußte Täuschung?

Dabei gibt es statt des unkorrekt benutzten Begriffs „Waldkindergarten“ den zutreffenden Namen „Naturkindergarten“. Wo sich Waldkindergärten nicht umsetzen lassen, ist ein Naturkindergarten ein gutes Konzept.

Leider ist es in Homberg weder ein Waldkindergarten, noch ein echter Naturkindergarten. Der Waldkindergarten sollte ursprünglich den geplanten Altstadtkindergarten attraktiv machen, der nur ein kleines Freigelände hat. Jetzt soll er einAusflugsziel für die Kinder des Altstadtkindergartens sein.
Dadurch entsteht eine Situation, in der die Kinder des Naturkindergartens beeinträchtigt werden, weil die Kinder der Kita ganz andere Spielabläufe haben. Wenn sich die Gruppen mischen,  kann es zu Konflikten zwischen den Kindern kommen.

Homberg hätte die Chance gehabt, die jetzt benötigten Kindergartenplätze schnell, kostengünstig und innovativ zu schaffen:

– Ein echter Naturkindergarten mit 20 Plätzen im Stadtbereich, um die Warteliste für Kindergartenplätze zu verkürzen.

Ein Kindergarten in Modulbauweise in der Nähe einer Grundschule. Er könnte auch verkleinert werden, wenn später weniger Plätze gebraucht werden.

Ein echter Waldkindergarten nach vorhandenem Konzept in Wernswig. 20 Plätze, die schnell bereitgestellt werden können. Vor einigen Jahren hätten sich genug Kinder für den Waldkindergarten gefunden, bei entsprechender Vorstellung des Konzeptes würde das sicher wieder gelingen.

In einer Informationsveranstaltung der Stadt haben viele Eltern die Alternative  „Waldkindergarten Altstadt“ gewählt – er wurde ihnen als echter Waldkindergarten vorgestellt. Wenn die Besonderheiten eines echten Waldkindergartens dargestellt werden, wäre für interessierte Eltern der „Waldkindergarten Wernswig“ eine Alternative.

Bedenken beim Altstadt-Kindergarten

Die Bürgerliste hat große Bedenken, was den Standort des Altstadt-Kindergartens betrifft. Für die Kinder werden ungünstige Bedingungen in Kauf genommen, um eine erhoffte Belebung der Innenstadt zu erreichen.

Für eine Gemeinde unter dem Schutzschirm wäre es angebracht, eine kostengünstigere Bauweise zu wählen, wie einen ebenerdigen Kindergarten in Modulbauweise in der Nähe der Stellberg-Grundschule, der ohne Aufzug auskommt.


Knappe Freifläche im Altstadtkindergarten sollte durch den „Waldkindergarten“ kompensiert werden.
Der Altstadt-Kindergarten wird eine Freifläche von 650 qm haben. Pro Kind gibt es eine Fläche von 8 qm. Niedersachsen schreibt 12 qm pro Kind vor, an anderer Stelle wurden von 7 – 10 qm genannt. Die Freifläche ist also knapp bemessen.

Zu Beginn der Planung schien die Freifläche zu knapp, deshalb wurden zwei Standorte einer externen Freifläche genannt: Ein Gelände in der Nähe der Kita, das aber zu steil abfällt, und das ca. 250 m entfernte Gelände hinter der Stadtmauer, auf der jetzt ein „Waldkindergarten light“ errichtet wird.

Alle 80 Kinder des Altstadtkindergartens könnten jedoch nicht täglich dieses Freigelände nutzen, dafür ist der dafür vorgesehene Teil des „Waldkindergartens“ zu begrenzt.  Deshalb hieß es dann, jede Gruppe könnte an einem anderen Wochentag zu diesem Freigelände gehen.

Ob das auch bei schlechtem Wetter geschehen würde, ist fraglich. Die Kinder eines normalen Kindergartens sind nicht daran gewöhnt, bei Wind und Regen im Freien zu sein. Wenn sie nur an einem Tag in der Woche auf dem Freigelände sind, tritt auch nicht der Abhärtungseffekt ein, wie bei „Waldkindern“. Eltern können zu Recht darauf dringen, dass die Kinder bei schlechtem Wetter drinnen bleiben, da sie nicht die Schutzkleidung haben.  Schließlich gehen ihre Kinder nicht in einen Waldkindergarten, sondern in eine normale Kita.

Inzwischen ist den Planern wohl klar geworden, dass auch dieses Konzept nicht realistisch ist. Jetzt ist nicht mehr davon die Rede, dass das Gelände hinter der Stadtmauer regelmäßig genutzt werden soll, es ist nur noch von einem Ziel für gelegentliche Ausflüge die Rede. Für die Kinder des Altstadtkindergartens bleibt also nur der relativ kleine Hof.

Außer der knappen Bewegungsfläche kommen noch gesundheitliche Einschränkungen hinzu:

Vitamin D3 Mangel durch zu wenig Sonnenlicht
Der menschliche Körper kann Vitamin D3 nur durch direkte Sonnenbestrahlung bilden. An den Tagen, an denen die Kinder nur auf dem Hof der Altstadt-Kita spielen können, bekommen sie kaum direktes Sonnenlicht, weil der Hof nach Nord-Osten liegt und zudem durch die umliegenden Gebäude verschattet wird. Eltern müssten nach der Kita viel Zeit mit ihren Kindern draußen verbringen, denn für Vitamin D3 Bildung ist nachmittags mehr Zeit nötig als in der Mittagszeit.

Die knappe Freifläche wird eher dazu führen, dass nicht alle Kinder gleichzeitig draußen sind. Wenn nicht gerade schönes Wetter ist, werden die Erzieherinnen wohl auch gern mit einer Gruppe in den Räumen bleiben. Wenn auf der relativ  engen Freifläche weniger Kinder sind,  ist es für Erzieherinnen und Kinder stressfreier.

Es besteht die Gefahr, dass sich die Kinder zu viel in den Gruppenräumen aufhalten, die nach Nord-Osten gehen und kaum Sonnenlicht haben, oder in den Funktionsräumen, die durch die Nachbargebäude verschattet sind. Das führt zu weiteren gesundheitlichen Auswirkungen:

Kurzsichtigkeit durch zu wenig Tageslicht   www.deutschlandfunk.de: 
Auf dem Augenärzte-Kongress im Juni 2016 in Nürnberg:
„Die Kurzsichtigkeit von Kindern hat in Deutschland deutlich zugenommen.“ Die Ärzte empfehlen, „dass Kinder und Jugendliche mindestens zwei Stunden am Tag draußen im Freien verbringen. Denn das Tageslicht ist ein wichtiger Schutz vor Kurzsichtigkeit:
Da wird mehr Dopamin ausgeschüttet und das Tageslicht führt dazu, dass das Längenwachstum des Augapfels zum Stillstand kommt. Das heißt, der Augapfel wächst nicht mehr in die Länge. Das normale Auge hat eine Länge von 24,2 Millimetern, und wenn das darüber hinaus geht, umso stärker die Kurzsichtigkeit.“

 

Die Fraktion der Bürgerliste hat die Arbeit aufgenommen

Für die Stadtverordnetenversammlung am 2. Juni hat die Fraktion der Bürgerliste mehrere Anträge und Anfragen eingereicht und einen ausführlichen Vorschlag zu den Kindergärten ausgearbeitet.

Anträge

Einführung eines Ratsinformationssystems

Viele Städte haben für die Arbeit der politischen Organe inzwischen Ratsinformationssysteme eingeführt. Ein Ratsinformationsystem ist ein EDV-gestütztes Informations- und Dokumentationsystem. In dem System werden alle Informationen eingebunden und bringen für  Mandatsträger, Mitarbeiter und Bürger Transparenz und Vereinfachung der Arbeit.

Vollständiger Text des Antrags Ratsinformation einführen

Einsparmöglichkeiten beim Anbau an die Burgberggaststätte

Die Stadt ist zur sparsamen Verwendung von Steuermitteln verpflichtet. Folgende Einsparmöglichkeiten sollten geprüft werden:

a) Ein langfristig wirtschaftlicher Betrieb der Gaststätte ist nur gewährleistet, wenn ökonomisch gearbeitet werden kann. Dazu gehört ein ökonomischer Arbeitsablauf  in der Gastronomieküche. Die Kühlzelle sollte auf der gleichen Ebene liegen, und nicht im Untergeschoss.
Das verkürzt die Wege und spart den Bau eines Treppenhauses ein.

b) Wie bei dem ersten Anbauversuch ist wieder eine Gründung am Hang vorgesehen, auf Abraum aus der Burgfreilegung. Hierzu ist eine teure Bohrpfahllösung nötig, wie schon bei dem ersten Versuch festgestellt wurde.
Diese Kosten können vermieden werden, wenn nur ebenerdig ein Anbau an die Küche in preiswerter Modulbauweise errichtet wird, ohne Personalräume und öffentliche Toilettenanlage.

c) Die zur Anlage gehörenden ehemaligen Wohnräume können preiswerter umgebaut werden für den notwendigen Personalraum und die öffentliche Toilettenanlage.

Vollständiger Text des Antrags 20160512_Einsparmöglichkeiten_prüfen

Anfragen

Einsatz von bienengefährdenden Pestiziden/Insektiziden und Glyphosat durch den Bauhof oder von der Stadt beauftragten Unternehmen

Der Einsatz von bienengefährdenden Pestiziden/Insektiziden bedroht massiv die Artenvielfalt der Insekten und damit aller Arten, die von diesen Insekten abhängig sind. Nicht zuletzt hängt langfristig auch unsere Nahrungsversorgung von dieser Artenvielfalt ab.
Es ist notwenig, eine Übersicht über die aktuell eingesetzten Pestizide/Insektizide zu bekommen. Das gibt die Grundlage für eine Diskussion, ob Maßnahmen notwenig sind und ob es Alternativen gibt – und wie diese umgesetzt werden können.  

Stand der Schadensregulierung des Wasserschadens in der Schirne am Marktplatz

Auf bisherige Anfragen an den Magistrat ist noch nicht geantwortet worden: Wer hat 2007/2008 in der Homberger Stadtverwaltung die Bauausführung des Kirchplatzes angeordnet? Die beauftragte Fachfirma hatte auf das Risiko  der geplanten Ausführung  hingewiesen und deshalb die Gewährleistung abgelehnt.

 

Auschuss Kinder, Jugend, Soziales und Integration:
Vorschlag für eine Neugestaltung der Kindergartengebühren

Im Ausschuss  wurde der Verwaltungsvorschlag für eine Neugestaltung der Kindergartengebühren diskutiert.

Der Fraktionsvorsitzende der Bürgerliste, Heinrich Nistler, hat dazu einen ausführlichen Vorschlag ausgearbeitet. Der Vorschlag beachtet stärker die Konkurrenzsituation Hombergs zu den Nachbarorten und die sozialen Auswirkungen.

Vollständiger Text des Vorschlag Kindergartensatzung

Was für Risiken/Kosten übernehmen wir Bürger beim Ulrich Areal?

Pressemitteilung 10. Mai 2016

Zu den Plänen für das Ulrich Gelände gehört ein Grundstücksübertragungsplan, der festlegt, welche Grundstücke an die Stadt übertragen werden. Dazu gehören auch eine

„Verkehrsfläche besonderer Zweckbestimmung
Die Platzfläche westlich der Villa Kasseler Straße 4 soll ebenfalls an die Stadt Homberg (Efze) übertragen werden, um hier eine attraktive Freifläche zu entwickeln. Langfristig kann die Fläche auch zur Revitalisierung der Villa beitragen. Sie wird entsprechend als Verkehrsfläche mit der Zweckbestimmung Platzfläche festgelegt“

Eine Platzfläche neben der dort geplanten LKW-Einfahrt wird schwerlich attraktiv zu gestalten sein. In den Bauplänen ist sie als Grünfläche mit drei Bäumen eingezeichnet. Dies ist kein Grund, dass die Stadt diese Fläche kauft/übernimmt.

Dieses Grundstück birgt erhebliche Risiken bezüglich der Kosten zur Sanierung von kontaminiertem/belastetem Boden.

Dieses Grundstück ist nur ein kleiner Teil des Grundstückes der Villa Kasseler Straße 4a. Sauber wird hier genau die Stelle herausgeschnitten, an der früher eine Tankstelle mit der dafür notwendigen unterirdischen Tankanlage stand. Das Risiko wurde auch schon von der Architektur- und Planungsgesellschaft Kassel (ANP) erwähnt und ist bekannt. Nach dem Abbruch des bestehenden Gebäudes ist festzustellen, ob hier eine Kontaminierung vorliegt. Wenn das der Fall ist, dann muss der Boden durch den Besitzer (nach aktueller Planung die steuerzahlenden Bürger Hombergs ) saniert werden.

Die Bürgerliste ist prinzipiell für ein Einkaufszentrum auf dem Ulrich Areal. Der aktuelle Entwurf, der Anregungen der Bürger zum Teil mit aufgenommen hat, wird auch eher positiv bewertet. Es handelt sich hier in erster Linie um ein Privatgeschäft, dem man auch nicht im Wege stehen möchte – da es sich aber um ein Privatgeschäft handelt, ist dieses auch mit allen Kosten und Risiken privat zu tragen.

Einer Privatisierung der Gewinne bei gleichzeitiger Sozialisierung der Risiken und Kosten wird die Bürgerliste nicht zustimmen.

Wir lehnen es ab: private, mit hoher Wahrscheinlichkeit kontaminierte Flächen, von der Stadt zu übernehmen, um ein privates Geschäft lukrativer zu gestalten.

Kinderbetreuungsplätze werden gebraucht, sie könnten schnell geschaffen werden

Die Bürgerliste fordert:

  • Um eine zeitliche Verzögerung zu vermeiden, soll die Stadtverwaltung bei der Kreisverwaltung parallel zwei Anträge einreichen: Zusätzlich zu der Planung einer Kita in der Landesfeindschen Scheune soll eine zweiten für den Standort Stellberg eingereicht werden. Wenn ein Kindergartenbau in der Altstadt zu viele Probleme macht, sollte eine Alternative entwickelt werden.
  • Die neuen Stadtverordneten sollten bei der noch ausstehenden Grundsatzentscheidung zum Kauf des Landesfeindschen Anwesens bedenken:

Kosten für das hoch verschuldete Homberg unter dem „Schutzschirm“
Es ist unklar, ob der Besitzer des Anwesens nur die Scheune für den eingeplanten Preis von 50.000 Euro verkaufen wird. Sein daneben liegendes Wohnhaus würde an Wert verlieren, wenn Außengelände und PKW-Stellplätze wegfallen. Die Kita in der Altstadt könnte sich dadurch weiter verteuern.

Sanierung und Ausbau einer Scheune könnte durch unvorhersehbare Probleme deutlich teurer werden als geplant – beim Ärztehaus war zu sehen, wie teuer ein Umbau werden kann.

Nur durch ein neu errichtetes Gebäude für eine Art Waldkindergarten im  „Dithmarschen Gartens“ lässt sich genügend Freigelände für die Altstadt-Kita nachweisen.   Das würde die Kosten noch einmal um mehr als 100.000 Euro erhöhen.

Eine Finanzierung aus mehreren Töpfen kann weitere Probleme aufwerfen:  Stadtumbau West Denkmalförderung, und KiGa-Förderung sollen herangezogen werden.

Ein Neubau am Stellberg in Modulbauweise kann zu einer Einsparung von mehr als einer Million Euro führen.

Zeitplan
In Homberg müssen kurzfristig ca.  600 Kindergartenplätze zur Verfügung stehen.
Sanierung und Bau in der Landesfeindschen Scheune wird auch bei günstigsten Bedingungen deutlich länger dauern als ein Neubau.
Ein Neubau in Modulbauweise könnte noch schneller errichtet werden.

Der  geplante „Waldkindergarten“ im Dithmarschen Garten ist einzügig geplant. Trotz zusätzlicher Kosten bringt er nur für wenige Kinder Platz.

Freigelände
Ein Freigelände  ca. 200 Meter vom Kindergarten entfernt ist für Kinder und Erziehrinnen unzumutbar. Es wird dazu führen, dass das Außengelände nur gelegentlich genutzt wird und der Kita-Tag überwiegend drinnen stattfindet.
Die Gruppenräume liegen nach Nord-Osten und haben nur sehr früh morgens Sonne.
Auch das kleine Freigelände vor der Kita ist durch enge Bebauung meist verschattet. Das ist gesundheitlich bedenklich, Menschen brauchen Luft und Sonne.
Wenn sich die Kinder des „Waldkindergartens“ das Gelände mit den 80 Kindern des Altstadtkindergartens teilen müssen, kann das zu Konflikten führen.
Der Wanderweg, der jetzt durch das Freigelände führt, könnte so nicht weiter genutzt werden. Ein Kindergarten braucht zur Straße hin ein Tor, das verschlossen werden kann. Wanderer würden das nicht immer zuverlässig tun.

Verkehrsprobleme
In den engen Gassen der Altstadt wird Bringen und Abholen von 80 Kindern schwierig werden und zu Stress bei Eltern führen. Die Anwohner in den umliegenden Straßen werden ebenfalls Park-Probleme haben, wenn morgens und abends Kinder gebracht und abgeholt werden.

Innenstadtbelebung
Berufstätige Eltern haben keine Zeit, morgens Einkäufe zu erledigen. oder ins Café zu gehen. Die Geschäfte der Innenstadt öffnen zudem erst dann, wenn die meisten Kinder schon gebracht wurden. Wenn die Kinder abgeholt werden, sind sie oft müde und entspanntes Stöbern in kleinen Geschäften ist nicht möglich. Nur schnell  Lebensmittel einkaufen ist dann noch möglich. Die Innenstadt wird nicht profitieren.

Bedarf an Kindergartenplätzen
Das Jugendamt Homberg regte einen vier bis fünfgruppigen Kindergarten an, möglichst in eingeschossiger Bauweise, um den aktuellen Bedarf an Kindergartenplätzen zu decken.
Ein Ausbau in der Scheune der Altstadt kann frühestens in eineinhalb Jahren fertig sein.
Ein Neubau in Modulbauweise kann sehr viel schneller und kostengünstiger errichtet werden.

Um schnell Kindergartenplätze zur Verfügung zu stellen, könnte ohne große Kosten ein Waldkindergarten in Wernswig eingerichtet werden. Planungsunterlagen liegen vor und können aktualisiert werden.
Durch die Vormittagsgruppe eines Waldkindergartens könnte auch der Standort des Kindergartens in Hombergs größtem Stadtteil Wernswig gestärkt werden:
Die Kinder könnten dort die Nachmittagsbetreuung  besuchen.
Eine naturnahe Kindergartengruppe in der Altstadt würden dagegen über 100.000 Euro kosten, da dort feste Gebäude errichtet werden sollen.

Nachhaltige Planung
Als langfristige Lösung lässt sich ein  Kindergarten in Modulbauweise flexibel an den Bedarf an Betreuungsplätzen anpassen:  Bei Bedarf können  neue Module angebaut werden, es können aber auch Module wieder abgebaut und verkauft werden, wenn einmal weniger Plätze benötigt werden. Diese Bauweise ist die nachhaltigste Lösung.