Appell bei den Investitionen Vorsicht walten zu lassen verhallt ungehört

Auf der Stadtverordnetensitzung vom 14. Juli 2016 wurde unter Punkt 6 entschieden, ob neben den Gebäuden U8 bis U10 in der Kaserne auch noch gleich das Gebäude U7 abgerissen werden soll. Es entstehen Mehrkosten von ca. 80.000 Euro. Dieser Abriss ist vorsorglich, damit die Grundstücke besser vermarktet werden können. Es entstehen durch den Abriss ca. 13 Euro pro Quadratmeter an Kosten, die wir in Vorleistung gehen. Aktuell gibt es aber keine Interessenten für diese Grundstücke. Genau sowenig wie für andere noch frei zur Verfügung stehenden Gewerbegrundstücke.

Die Fraktion der Bürgerliste appelierte in der Sitzung dem Abriss nicht zuzustimmen. Durch den bereits beschlossenen Abriss stehen 16500 Quadratmeter Gewerbegrundstücke zur Verfügung. Wenn die zu einem akzeptablen Preis verkauft werden können, dann kann man immer noch über eine weitere Vorleistung und den Abriss des Gebäudes U7 entscheiden. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Investition von 80.000 Euro nicht gerechtfertigt. Ein vorsichtiger Kaufmann prüft zuerst wie sich die bereits beschlossenen Investitionen entwickeln.

In einer Zeit, bei der alle möglichen Kapriolen unternommen werden um die leere Kasse wenigstens ein bisschen zu füllen. In einer Zeit in der zum Beispiel die Bürger und der Einzelhandel mit Parkgebühren belastet werden, die im Jahr so ca. 80.000 Euro Einnahmen erbringen sollen. In dieser Zeit sind unvorsichtige Investitionen nicht angebracht.

Der Appell blieb leider ungehört. Gegen die Stimmen der Bürgerliste und der FWG wurde der Abriss und die damit verbundenen Kosten beschlossen.

Heinrich Nistler
– Fraktionsvorsitzender Bürgerliste –

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