Baustelle des Grauens / Tauchfahrt in die goldenste aller Zitronen der Architektur

Am Montag, 29.05.2017 wurde im Zuge einer Sitzung des Bauausschusses Teile des Ärztehauses besichtigt. Im Anschluss daran stellte der aktuell mit der Schadensbegrenzung beauftragte Architekt, Herr Mienert, Lösungsvorschläge vor, damit für ein Ärztehaus benötigte Funktionen hergestellt werden.

Parkdeck:

Der Auftakt zum Reigen des Staunens begann auf dem Parkplatz. Von 53 per Baugenehmigung benötigten Parkplätzen können aktuell 19 zur Verfügung gestellt werden. Die Parkplätze auf dem „Parkdeck“ des Ärztehauses sind nur durch Mitarbeiter zu nutzen, die mit den viel zu engen Fahrgassen zurechtkommen. Ein Parkplatz ist sogar so gebaut, dass ein Einparken nur für Kleinsthubschrauber, aber auf keinen Fall für ein Auto, möglich ist.

Eingang Untergeschoss:

Hier kommen schon die ersten Stufen, die einen auf die große Besonderheit dieser architektonischen Meisterleistung schon mal ganz vorsichtig vorbereiten. Das Thema Niveauunterschiede zieht sich durch das ganze Haus. Trotz der immensen Baukosten hat man die Niveauunterschiede anscheinend nirgends behoben, sondern sogar Neubauten (Fahrstuhl Webergasse ) so eingebaut, dass auch hier ein halber Meter Höhenunterschied besteht, der durch einen weiteren vollkommen untauglichen Treppenlift überwunden werden muss.

Will man durch den Eingang Untergeschoss in das Untergeschoss des alten Amtsgerichts, dann muss man nach den Stufen vor dem Eingang sofort wieder vier Stufen hochsteigen ( Eine High Tech Treppe, die auch als Hebebühne genutzt werden kann, falls man die Bedienung versteht, leider aber auch ein wenig störanfällig).

Untergeschoss:

Im Untergeschoss des Altbaus befinden sich ein Röntgenraum, eine nie bezogene Praxis für Podologie, sowie der ehemalige Raum eines HNO Arztes. Die Zugänge zu diesen Räumlichkeiten sind katastrophal eng (durch den Altbau) oder kompliziert und nicht wirklich barrierefrei (Fahrstuhl Webergasse + Treppenlift). Wobei der zweite Weg für die Podologie gar nicht zur Verfügung steht. Eine Vermietung als Praxisräume ist für die Zukunft überhaupt nicht vorstellbar und taucht im neuen Konzept auch so nicht mehr auf.

Ein neu eingebauter Schulungsraum im Untergeschoss soll im neuen Konzept zurückgebaut werden und als neuer barrierefreier Eingang dienen.

Die Deckenhöhen im Untergeschoss sind an vielen Stellen fragwürdig (ca. 2 Meter im Flur), die Atmosphäre in diesem Flur ist beklemmend. Viele Bereiche können nur als Lager- oder Nebenräume genutzt werden, da sie baulich einfach nicht die Anforderungen an eine Praxisnutzung erfüllen. Das entspricht auch den Räumen im Dachgeschoss, dass über eine Wendeltreppe aus dem zweiten Obergeschoss zu erreichen ist.

Erdgeschoss / Zugang:

Der vordere Zugang ist eine Farce, was aber schon von Anfang an gesagt wurde und was sich auch offensichtlich bestätigt hat. Eine komplett untaugliche Rampe mit zu kleinem Podest und die bekannten Bilder von beschämenden Patientenanlieferungen und Verkehrschaos. Die Müllsituation ist ebenfalls nicht zufriedenstellend, da der Müllcontainer der Dialysestation 70 Meter über die Straße ist.

Nach der Besichtigung ging es in das Rathaus zur Vorstellung des Lösungskonzeptes des Architekten. Dabei wurden folgende Punkte vorgeschlagen:

Parken:

  • Umbau Parkplatz / Reduzierung der Parkplätze / Verbreiterung der Fahrgassen /
  • Schaffung Behindertenparkplätze:                                            32.500 Euro
  • Im Parkhaus Bergstraße 2 werden 15 Parkplätze für das Ärztehaus geschaffen. Das Parkhaus ist schon dementsprechend entmietet.                                                      Kosten ?
  • Auf dem Reithausplatz werden 23 Parkplätze für Mitarbeite geschaffen.   Kosten?

Liegendanfahrt:

  • Beschneidung der Treppe, Rückbau der Rampe, Umbau des Daches, Umbau des Fahrstuhls,
    Aufbau eines Sichtschutzes zur Straße:                            177.000 Euro

Das Verkehrschaos kann damit nicht gelöst werden. Es muss versucht werden durch vorgegebene Timeslots die Anlieferung und Abholung zu optimieren, da keine Wartemöglichkeiten für die Anlieferfahrzeuge angeboten werden können.

Optimierung Müllentsorgung:

  • Einbau von halbunteridischen Müllcontainern in Front des Altbaus und Einhausung von Müllcontainern auf dem Parkplatz:                                                                        38.000 Euro

Behindertengerechter Eingang Untergeschoss (Seminarraum entfällt):   61.000 Euro

Podologie wird neuer Seminarraum:                                                                    45.500 Euro

Zusätzlich werden jetzt noch Mehrkosten für die Elektroinstallation in der Praxis Menzer erwartet (Statt 77.000 Plan ca. 116.000 Ist):                                                                                                                      39.000 Euro

Mängelbeseitigungen, die aktuell aufgenommen sind: 65.000 Euro

  • Fenster Praxis Weber (Absturzgefahr)
  • Erhöhung Geländer
  • Putzabplatzungen
  • Treppenlift Podologie
  • offene Decken-/Wanddurchbrüche
  • Defekte Glastürbeschläge
  • offene Fugen zwischen Türelementen und Fließen

Bisher nicht bezifferbare Mehrkosten können auch noch aus den Abrechnungen entstehen, da noch nicht alles abgerechnet ist.

Gesamtkosten bis hierhin: ca. 500.000 Euro

Offene Mängel, die noch nicht bepreist, aber bekannt sind:

  • großes Tor zum Parkplatz ist kaputt
  • 5 Außenlampen sind kaputt
  • Batteriewechsel der elektrischen Schließanlagen stehen an
  • Konzept für die elektrische Schließanlage muss überprüft und erweitert werden (500 Euro pro Schließzylinder).
  • Fehlende Fensterbänke müssen nachträglich eingebaut werden
  • und und und….

Resümee dieses Abends, bei dem alle Freunde des gepflegten Gruselns so wirklich voll auf ihre Kosten gekommen sind:

Das mystische Fass ohne Boden wurde endlich gefunden, wir Homberger können wirklich stolz darauf sein“

Herr Pfalz hat für den Bauausschuß eine Aufstellung aller bisher aufgelaufener Kosten für das Ärztehaus gefordert. Herr Pauli wird den Bürgermeister davon am Donnerstag in Kenntnis setzen.

Das alte Amtsgericht als Ärztehaus muss grundsätzlich in Frage gestellt werden. Anforderungen, die an ein Ärztehaus gestellt werden, werden zum Teil nicht oder nur unzureichend erfüllt. Bevor hier weitere Steuergelder, in noch nicht abzuschätzender Höhe investiert werden, müssen auch Alternativen überlegt werden. Das alternativlose Weitermachen nur um das Gesicht zu wahren kann keine Lösung sein. Auch die Entscheider von damals müssen erkennen und einsehen, dass das „Ärztehaus“ so wie es dasteht gescheitert ist. Unsere Nachbarstädte haben hervorragende Beispiele für wirklich moderne und gut funktionerende Ärztehäuser.

Heinrich Nistler
– Fraktionsvorsitzender Bürgerliste Homberg –

Jetzt Vorsorge treffen – gegen Schadstoffbelastung im Kindergarten-Neubau

Pressemitteilung der Bürgerliste Homberg / 23.02.2017

In den letzten Tagen sind die vorgefertigten Holzbauelemente des Kindergartens in der Altstadt zwischen Weber- und Salzgasse aufgestellt worden. Diese Bauteile bestehen aus einem hohen Anteil an verleimten Grobspanplatten, auch als OSB-Platten bekannt.

Obwohl dieser Baustoff zugelassen ist, kann er Probleme durch das Ausdünstungen von Leimbestandteilen bereiten, die gefährliche gesundheitliche Auswirkungen haben können. Die Gefährdung steigt mit der Menge des verbauten Materials. Nach langer Zeit dünsten die flüchtigen Stoffe zwar aus, das setzt aber voraus, dass ständig gut gelüftet wird. Bei einem Neubau wird aber immer eine hohe Luftdichtigkeit aufgrund gesetzlicher Vorgaben (Energieeinsparverordnung) erzielt. Der noch wachsende Organismus der Kinder ist stärker gefährdet als der von Erwachsenen mit einem ausgebildeten Immunsystem. Die Probleme sind  dem Umweltbundesamt, dem Bundesamt für Materialprüfung und den Unfallkassen der Länder bekannt.

Kürzlich wurde von  den Medien ein gravierender Fall eines Kindergartenneubaus in Wallerfangen berichtet. Ein Kindergartenneubau in vergleichbarer Bauweise wie in der Homberger Altstadt wies so hohe Belastungen in der Innenraumluft auf, dass er vorübergehend geschlossen werden musste. Die nachfolgende Sanierung brachte nicht den erhofften Erfolg. Jetzt wird die Gemeinde wohl einen neuen Kindergarten bauen und den „alten neuen“ zurückbauen und entsorgen müssen.

Angesichts dieser Gefährdungslage hält die Bürgerliste Homberg es für dringend geboten, schon jetzt Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.

Dazu gehört eine Laboranalyse der verbauten Platten, um festzustellen mit welchen Leimen gearbeitet wurde und welche Stoffe ausdünsten werden. Die Leimzusammensetzung variiert zwischen den verschiedenen Herstellern.

Des weiteren ist das Lüftungskonzept des Gebäudes zu prüfen, ob damit  ausreichend die Schadstoffe in der Raumluft abtransportiert werden.

Weiterhin sind in den Räumen regelmäßige Schadstoffmessungen vorzunehmen – schon während der Zeit des Innenausbaus –  um Veränderungen feststellen zu können.

Letztlich ist auch einzuplanen, dass der Bau solange intensiv gelüftet werden muss, bis er  gefahrlos in Betrieb genommen werden kann.

Ohne ausreichende Vorsorge ist es den Eltern nicht zuzumuten, ihre Kinder in einen solchen Kindergarten zu geben, bei dem nicht diese Gefährdung sicher ausgeschlossen werden kann.

In der Geschichte des Bauens gab es immer wieder Baustoffe, die sich anfänglich als praktisch aber langfristig als schädlich herausstellten: Blei in den Trinkwasserleitungen, Asbest in verschiedensten Verwendungsformen und Kleber im Bau, Mineralwolle (bis Einbau ca. 1999) und Styroporplatten (EPS) für die Wärmedämmung, die als Sondermüll entsorgt werden müssen. Die Analyse des ehemaligen Krankenhausgebäudes deckte aktuell einen großen Giftcocktail auf, der den Gebäudeabriss erheblich verteuert. In Homberg können wir froh sein, noch viele Bauten aus Fachwerk und Lehm zu haben, eine ideale Baustoffkombination, dabei energiesparend und nachhaltig.

Delf Schnappauf
Vorsitzender der Wählergemeinschaft Bürgerliste Homberg

Ideenwettbewerb für das Gelände des ehemaligen Krankenhauses

Der Asklepios-Konzern hat vor, die Gebäude des ehemaligen Homberger Krankenhauses abzureißen. Aus dem Sondergebiet Krankenhaus könnte danach ein Wohngebiet in einer hervorragenden Lage entstehen.

Das ist eine Chance für Homberg, ein zukunftsorientiertes Wohnquartier zu entwickeln, in dem möglichst viele Elemente der Zukunft einer Stadt realisiert werden: Bezahlbarer Wohnraum, energie-effizientes Bauen und autofreies Gelände sind nur einige Stichworte. Die Bürgerliste Homberg schlägt vor, einen Ideenwettbewerb auszuschreiben, um ein Konzept für das Planungsrecht dieser Fläche zu entwickeln, das den Rahmen für das definiert, was später dort genehmigt werden kann. Dieser städtebauliche und architektonische Ideenwettbewerb sollte mit finanzieller Unterstützung von Asklepios ausgeschrieben werden.

Die wertvolle herausgehobene Lage braucht eine hochwertige Planung

„Der offene Wettbewerb bietet die größtmögliche Lösungsvielfalt für eine Planungsaufgabe. Wettbewerbe fördern das nachhaltige Planen und Bauen und dienen insbesondere dazu, die ästhetische, technische, funktionale, ökologische, ökonomische und soziale Qualität der gebauten Umwelt zu fördern.“, heißt es in der Präambel der Richtlinien für Planungswettbewerbe.

Attraktives Projekt für Wohnen und Leben in  Homberg
Das Gelände liegt am Südhang des Werberges mit Blick über das Efzetal. Von dort ist die Altstadt gut zu erreichen, ebenso Schulen und Kindergärten. Auf diesem Gelände könnte ein Quartier entstehen,  welches Wohnen in Homberg wieder attraktiv macht. Bereits die Ausschreibung eines Wettbewerbs lenkt die Aufmerksamkeit von Stadtplanern, Architekten und Investoren auf das Projekt. Planungsideen, die Antwort auf die Probleme von Stadtentwicklung geben, können zu einem überregional beachtenswerten Modell führen.

Eckpunkte für nachhaltiges Bauen
Als Eckpunkt eines solches Planes nannte der Stadtverordnete Dirk Pfalz (Bürgerliste Homberg) im Bauausschuss: Bezahlbaren Wohnraum schaffen, Mischung von Mietwohnungen und Eigentumswohnungen, Mehrgenerationen-Häuser und Einbeziehung der Seniorenanlage Papillon mit deren Pflegeangebot, barrierefreie Straßen- und Grünflächen.

Diese Punkte entsprechen dem, was auch mit dem Ansatz der Landesregierung für „Baukultur in Hessen“ angestrebt wird.

„Die Frage nach bezahlbarem und hochwertigem Wohnraum, die demografische Entwicklung und der Klimawandel sind zentrale Herausforderungen unserer Gesellschaft. Baukultur ist dabei ein Schlüssel für eine lebenswerte Umwelt:

Nicht nur die ästhetische Dimension der Wohnungen, der Häuser und des Wohnumfeldes – auch die emotionale, die soziale und die ökologische Dimension sind elementar für einen gesellschaftlichen und ökonomischen Mehrwert der Bauwerke. Gelungene Wohngebäude und ihr Umfeld leisten einen entscheidenden Beitrag zur Lebensqualität und zur Unverwechselbarkeit unserer Städte und Dörfer.“
Quelle: Baukultur-Hessen

Erst nach einem Wettbewerbsergebnis kann Planungsrecht entwickelt werden
Die Bestimmung der Planungsaufgaben und die Bewertung der eingegangenen Wettbewerbsbeiträge sollten durch ein erfahrenes Büro erfolgen. Die Entscheidung sollte durch eine überregionale Jury erfolgen, deren Mitglieder sich durch zukunftsorientiertes Planen bereits einen Namen gemacht haben. Erst nach der Entscheidung über die Preisträger kann das formale Planungsrecht geschaffen werden. Die Preisträger sind vorrangig zu berücksichtigen.

Homberg kann nur gewinnen
Für Homberg ist ein städtebaulicher und architektonischer Ideenwettbewerb eine große Chance. Gegenüber den anderen Städten im Kreis hat Homberg strukturelle Nachteile, wie zum Beispiel die fehlende Bahnanbindung. Ein zukunftsweisendes Bauprojekt von hoher Qualität würde Homberg einen Standortvorteil verschaffen.

Auch für den Eigentümer Asklepios würde die Umwandlung des jetzigen Sondergebietes Krankenhaus zu einem herausragenden, modellhaften Wohnprojekt nicht nur ein Imagegewinn, sondern auch bessere Vermarktungsmöglichkeiten bedeuten.

Mehr Effizienz, mehr Transparenz

Die Bürgerliste hat am 2. Juni einen Antrag auf Einführung eines Ratssystems gestellt, mit der die Arbeit der Stadtverordnetenversammlung und der Ausschüsse effizienter und transparenter organisiert werden kann.
Dieser Antrag wurde mit Mehrheit angenommen. Inzwischen hat ein Vertreter aus der Wolfhagener Stadtverwaltung im Homberger Magistrat über die Erfahrungen aus Wolfhagen berichtet.

Wolfhagen hat bereits vor 15 Jahren mit der stufenweisen Einführung eines solchen Systems begonnen. Viele andere Städte in Nordhessen arbeiten mit einem solchen System. Das schafft Übersicht für die Stadtverordneten und die Bürger. In der Verwaltung wird Arbeit eingespart, da viele Routinearbeiten automatisiert sind.
Beispiele für Rats- und Bürgerinformationssysteme: Wolfhagen  Kaufungen

 

Kindergartenplanung: Bürger sollen entscheiden.

Bürgerliste will Bürgerbegehren in die Wege leiten

Die Entscheidung für einen Kindergarten in der Altstadt ist eine Fehlentscheidung – finden fast allen Bürgerinnen und Bürger, mit denen die Bürgerliste gesprochen hat.
Die Bürgerliste möchte, dass Bürgerinnen und Bürger bei diesem wichtigen Thema selbst entscheiden. Deshalb wird sie ein Bürgerbegehren in die Wege leiten.
Das Ziel: Ein Bürgerentscheid über den Standort des neuen Kindergartens.

Die Mehrheit der Stadtverordneten hat entschieden den neuen Kindergarten in der Altstadt zu bauen. Entgegen den Empfehlungen von Magistrat und Kindergarten-Ausschusses.
Dieser Standort hat kein direktes Außengelände, wenig Sonne, keine Parkplätze und keinen direkten Anschluss an eine Grundschule. Die Baukosten wären trotz Fördermittel hoch.

Ein Kindergarten am Stellberg würde Nähe zur Natur, niedrigere Kosten und Nähe zur Grundschule bieten.

Bei der Entscheidung trat das Wohl der Kinder in den Hintergrund. Entschieden wurde über die erhofften Effekte für die „Innenstadtbelebung“. Eine Hoffnung, die schon viele Millionen Geld und Zeit gekostet hat.

Homberg besteht nicht nur aus der Innenstadt. Bürgerinnen und Bürger und junge Familien in der Stadt und in allen Ortsteilen beleben Homberg. Musikschule, Elternschule, Stadtbücherei (leider ausgelagert), Cafés, Restaurants, Kneipen, gute Verkehrsanbindung, Taxis auch nach 21 Uhr ziehen Menschen in die Innenstadt. Eltern verweilen nicht in der Innenstadt, wenn sie durch schwierige Anfahrt und Parkprobleme gestresste sind und eilig zur Arbeit fahren müssen.

Der Standort Stellberg wäre der dritte Kindergarten (neben Osterbach und Wernswig) mit direktem Anschluss an eine Grundschule. Das würde Homberg für junge Familien attraktiver machen, da es die Wege für junge Eltern vereinfacht.

Informationen zum Bürgerbegehren werden auf der Internetseite der Bürgerliste: www.buergerliste-homberg.de  in den nächsten Tagen veröffentlicht.

Demokratisches Fundament sichern

BB2 bildIn Homberg muss den demokratischen Spielregeln wieder Geltung verschafft werden. Ohne geordnetes rechtliches und finanzielles Fundament lässt sich die Stadt nicht solide entwickeln. Das haben die letzten Jahre gezeigt.

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  • Briefe von Bürgern und Unternehmen wurden nicht beantwortet.
  • Bauprojekte wurden ohne Wirtschaftlichkeitsbe­rech­nung entschie­den und begon­nen.
  • Das Rechnungsprüfungs­amt weist seit Jahren auf die fehlende Kostenkon­trolle hin.
  • Pachtzahlungen in großer Höhe werden seit drei Jahre nicht eingezogen.
  • Sitzungsprotokolle (Urkunden) wurden immer wieder manipuliert.
  • Anfragen wurden falsch oder nichtssagend be­antwortet.
  • Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung wurden vom Magistrat verschleppt und nicht, oder nur teilweise, durchgeführt.
  • Unterlagen waren unvollständig oder verschwan­den.

Die Parteien in Homberg haben seit Jahren zugelassen, dass demokratische und rechtsstaatliche Grundlagen zerstört wurden. Sie haben nicht eingegriffen. Die Folgen sind:

  • Verärgerte Bürger und Investoren
  • Einnahmeverluste
  • Fehlende Rechtssicherheit
  • Hohe Folgekosten von Projekten
  • Wachsende Verschuldung

Homberg hat auf diese Weise einen Tiefpunkt erreicht. Rekordverschuldung, schlechter Ruf bei Investoren und Vertrauensverlust bei Bürgern.

Die Bürgerliste will deshalb:

Transparenz bei Anträgen und Projekten.
– Alle Informationen sind vorzulegen,
– Alternativen sind gleichwertig auszuarbeiten.
– Wirtschaftlichkeitsberechnungen sind vorzunehmen – wie es der  Rechnungshof fordert.
– Sitzungsprotokolle müssen anhand von Tonaufnahmen nachprüfbar sein.
– Beschlüsse müssen auf der Basis verlässlicher Fakten und rationaler Argumente gefasst werden.

Dazu ist ein Ratsinformationssystem einzuführen, wie es andere Städte schon lange praktizieren. Das sorgt für Transparenz und erspart Arbeit in der Verwaltung.

Eine öffentliche Ausschreibung von Aufträgen der Stadt, statt immer nur die gleichen Büros und Unternehmen zu beauftragen. Auftragsvergabe und die Durchführung mit der Kostenentwicklung müssen laufend kontrolliert werden.

Dazu ist ein Ausschreibungsprogramm einzusetzen , mit dem jederzeit der aktuelle Stand – vor allem der Kosten – abrufbar ist, und mit dem Manipulationen erschwert werden.

Kontrollinstrumente für Einnahmen und Ausgaben der Stadt einsetzen, die sichern, dass Einnahmen eingezogen werden und die Ausgabenentwicklung überwacht wird. Haushaltswahrheit muss wieder gelten, Schulden dürfen nicht versteckt werden.

Dazu sind die anerkannten Regeln der Bilanzierung einzuhalten.

Der Sachverstand und die Urteilsfähigkeit der Bürger müssen in die Entwicklung der städtischen Projekte einbezogen werden. Wettbewerbe bei Projekten erweitern die Sichtweise auf neue Möglichkeiten. Unterschiedliche Interessen müssen offen benannt und öffentlich ausgehandelt werden, so dass Vor- und Nachteile ausgeglichen werden können.
Kosten und Nutzen sind abzuwägen.

Dazu sind neue Formen einzuführen: Öffentliche Fragestunden vor der Stadtverordnetenversammlung und Beteiligungsformen, die nicht nur ein Alibi darstellen.

Bürgerbrief 2 (pdf-Format) herunterladen

Wie Sie den Brief ausdrucken können?
Bild anklicken, es öffnet sich der Brief auf dem Bildschirm (pdf-Datei), diese Datei können Sie ausdrucken oder auch speichern und als Anhang an einem Email weiter versenden.

Bürgerbrief 1

BürgerBrief1Bürgerbriefe wozu?
Die Bürgerliste wird in den nächsten Wochen mehrere Bürgerbrief zu aktuellen Themen rund um die Komunalwahl veröffentlichen.

Die Bürgerbriefe können heruntergeladen, ausgedruckt und an Nachbarn und Arbeitskollegen weitergegeben werden – vor allem an diejenigen, die keinen Internetzugang haben.

Auf diese Weise können die Leser die Bürgeliste und ihre Positionen in ihrem Umfeld bekannt machen.

Bürgerbrief 1: Diese Bürger stellen sich zur Wahl
Eine Fotoübersicht über die Kandidaten der Bürgerliste Homberg.

Wie Sie den Brief ausdrucken können?
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Termine der Bürgerliste

Bürgergespräch vor Ort – in Hülsa

2 März, (Mittwoch), 18:00 bis 20:00 Uhr
Cafetria des Bewegungsbades in Hülsa.

Bürgergespräche

Wer mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen möchte, die sich für die Bürgerliste Homberg (Efze) zur Wahl stellen, hat dazu jeden Donnerstag ab 18 Uhr Gelegenheit.
Die Bürgergespräche finden im „Betsaal“ des Alten Pfarrhauses Wernswig statt.
Ort: An der Raiffeisenkasse 3,  (Ortsmitte bei der Puppenbühne)

25. Februar, 18.00 Uhr (Donnerstag)   7. Bürgergespräch
Wernswig
18. Februar,  19.00 Uhr (Donnerstag)  Stadthalle Homberg
letzte Stadtverordnetenversammlung vor der Kommunalwahl    

17. Februar,  18.00 Uhr (Mittwoch)      6. Bürgergespräch:
Thema Kita- Planung     Gasthaus „Krone“ Homberg

11. Februar,  18.00 Uhr (Donnerstag)  5. Bürgergespräch
04. Februar,  18.00 Uhr (Donnerstag)   4. Bürgergespräch
28. Januar,     18.00  Uhr (Donnerstag)  3. Bürgergespräch
21. Januar,     18.00  Uhr (Donnerstag)  2. Bürgergespräch
14. Januar,     18.00  Uhr (Donnerstag)  1. Bürgergespräch

Stadtrundgänge

13. Februar 13 Uhr (Samstag)  3. Stadtrundgang: Altstadt
30. Januar 11 Uhr (Samstag)  2. Stadtrundgang: Kasernengelände

23. Januar 11 Uhr (Samstag)  2. Stadtrundgang
—  wegen Blitzeis verschoben

9. Januar   11:Uhr (Samstag)  1. Stadtrundgang:  Altstadt

Großes Interesse an den Kandidaten der Bürgerliste

Statistik der Seitenaufrufe Stand 11.1.2016, 23:20
Statistik der Seitenaufrufe Stand 11.1.2016, 23:20

Am 7. November informierte der Homberger Hingucker über die Kandidatenvorstellung der Bürgerliste Homberg (Efze).
An diesem Tag ging die Zahl der Seiten-Aufrufe auf 512 nach oben, das ist der erste Gipfel in der Graphik.
Bei dem schönen Sonnenwetter am Wochenende ging der Zugriff zurück.
Am heutigen 11. Januar stieg die Zahl der Aufrufe sogar auf 813. Dies zeigt, wie groß das Interesse in Homberg ist, die Bürger kennenzulernen, die sich neu zur Wahl am 6. März stellen.

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