Das Heimatkundliche Archiv braucht neue Räume: Ein Vorschlag

Mit dem Aufbau des Heimatkundlichen Archivs hat dessen Leiter Eckhard Preuschhof seit 2008 eine anerkannte Kultureinrichtung für Homberg geschaffen, zusammen mit anderen Freiwilligen und in Kooperation mit dem Staatsarchiv Marburg. Das Staatsarchiv würdigte bereits 2014 diese Leistung mit dem Hessischen Archivpreis.

Für die weiter wachsende Sammlung reicht der Platz nicht mehr aus, vor allem ist die zulässige Tragfähigkeit der Geschossdecke längst erreicht. Die Arbeit der Freiwilligen wird durch fehlenden Archivraum behindert und erschwert.
 
Der Leiter des Archivs bat wieder öffentlich um Hilfe, wie schon einmal vor vier Jahren. Bisher ist nichts geschehen. Jetzt verweist Bürgermeister Dr. Ritz nur auf einen möglichen Standort in dem Gebäude, das zurzeit noch durch das Bürgerbüro belegt ist. Eine konkrete Planung für neue Räume liegt nicht vor. Das Heimatkundliche Archiv braucht jetzt konkrete Hilfe und darf nicht auf Zukunftspläne vertröstet werden.

Die Stadtbücherei wurde im letzten Jahr schnell aus dem Haus am Marktplatz in ein Schulgebäude der Erich-Kästner-Schule am Stadtrand verlagert. Auch die Musikschule wurde aus ihrer zentralen Lage am Busbahnhof in diese Schule am Stadtrand verdrängt. Die Nutzer der Bücherei und der Musikschule, die teilweise aus dem Umland anfahren, tragen jetzt nicht mehr zur Belebung der Innenstadt bei.

Eine schnelle Lösung ist möglich: Beispiel Wernswig
In der Schule in Wernswig steht im Altbau über dem Kindergarten eine ganze Etage leer.
Die ehemaligen Klassenzimmer erfüllen die Anforderung an die Tragfähigkeit eines Archivs. Das Schulgebäude mit dem Kindergarten ist beheizt, Sanitäranlagen sind vorhanden.
Ein Archiv braucht keine zentrale Lage, da nur wenige Besucher kommen, um dort zu arbeiten.

Einem Umzug steht nichts im Wege.
Es ist besser, Leerstand zu nutzen, als neu zu bauen.
Hier kann schnell mit geringen Kosten geholfen werden.
Herr Preuschhof hat viel Zeit und auch Geld in den Aufbau des Archivs investiert.
Jetzt sollte die Stadt ihre Aufgabe erfüllen.

Die Bürgerliste Homberg fordert den Magistrat auf, diesen Standort und vergleichbare andere zu prüfen, und das Ergebnis bis zum Ende der Schulferien bekannt zu geben.