Ideenwettbewerb für das Gelände des ehemaligen Krankenhauses

Der Asklepios-Konzern hat vor, die Gebäude des ehemaligen Homberger Krankenhauses abzureißen. Aus dem Sondergebiet Krankenhaus könnte danach ein Wohngebiet in einer hervorragenden Lage entstehen.

Das ist eine Chance für Homberg, ein zukunftsorientiertes Wohnquartier zu entwickeln, in dem möglichst viele Elemente der Zukunft einer Stadt realisiert werden: Bezahlbarer Wohnraum, energie-effizientes Bauen und autofreies Gelände sind nur einige Stichworte. Die Bürgerliste Homberg schlägt vor, einen Ideenwettbewerb auszuschreiben, um ein Konzept für das Planungsrecht dieser Fläche zu entwickeln, das den Rahmen für das definiert, was später dort genehmigt werden kann. Dieser städtebauliche und architektonische Ideenwettbewerb sollte mit finanzieller Unterstützung von Asklepios ausgeschrieben werden.

Die wertvolle herausgehobene Lage braucht eine hochwertige Planung

„Der offene Wettbewerb bietet die größtmögliche Lösungsvielfalt für eine Planungsaufgabe. Wettbewerbe fördern das nachhaltige Planen und Bauen und dienen insbesondere dazu, die ästhetische, technische, funktionale, ökologische, ökonomische und soziale Qualität der gebauten Umwelt zu fördern.“, heißt es in der Präambel der Richtlinien für Planungswettbewerbe.

Attraktives Projekt für Wohnen und Leben in  Homberg
Das Gelände liegt am Südhang des Werberges mit Blick über das Efzetal. Von dort ist die Altstadt gut zu erreichen, ebenso Schulen und Kindergärten. Auf diesem Gelände könnte ein Quartier entstehen,  welches Wohnen in Homberg wieder attraktiv macht. Bereits die Ausschreibung eines Wettbewerbs lenkt die Aufmerksamkeit von Stadtplanern, Architekten und Investoren auf das Projekt. Planungsideen, die Antwort auf die Probleme von Stadtentwicklung geben, können zu einem überregional beachtenswerten Modell führen.

Eckpunkte für nachhaltiges Bauen
Als Eckpunkt eines solches Planes nannte der Stadtverordnete Dirk Pfalz (Bürgerliste Homberg) im Bauausschuss: Bezahlbaren Wohnraum schaffen, Mischung von Mietwohnungen und Eigentumswohnungen, Mehrgenerationen-Häuser und Einbeziehung der Seniorenanlage Papillon mit deren Pflegeangebot, barrierefreie Straßen- und Grünflächen.

Diese Punkte entsprechen dem, was auch mit dem Ansatz der Landesregierung für „Baukultur in Hessen“ angestrebt wird.

„Die Frage nach bezahlbarem und hochwertigem Wohnraum, die demografische Entwicklung und der Klimawandel sind zentrale Herausforderungen unserer Gesellschaft. Baukultur ist dabei ein Schlüssel für eine lebenswerte Umwelt:

Nicht nur die ästhetische Dimension der Wohnungen, der Häuser und des Wohnumfeldes – auch die emotionale, die soziale und die ökologische Dimension sind elementar für einen gesellschaftlichen und ökonomischen Mehrwert der Bauwerke. Gelungene Wohngebäude und ihr Umfeld leisten einen entscheidenden Beitrag zur Lebensqualität und zur Unverwechselbarkeit unserer Städte und Dörfer.“
Quelle: Baukultur-Hessen

Erst nach einem Wettbewerbsergebnis kann Planungsrecht entwickelt werden
Die Bestimmung der Planungsaufgaben und die Bewertung der eingegangenen Wettbewerbsbeiträge sollten durch ein erfahrenes Büro erfolgen. Die Entscheidung sollte durch eine überregionale Jury erfolgen, deren Mitglieder sich durch zukunftsorientiertes Planen bereits einen Namen gemacht haben. Erst nach der Entscheidung über die Preisträger kann das formale Planungsrecht geschaffen werden. Die Preisträger sind vorrangig zu berücksichtigen.

Homberg kann nur gewinnen
Für Homberg ist ein städtebaulicher und architektonischer Ideenwettbewerb eine große Chance. Gegenüber den anderen Städten im Kreis hat Homberg strukturelle Nachteile, wie zum Beispiel die fehlende Bahnanbindung. Ein zukunftsweisendes Bauprojekt von hoher Qualität würde Homberg einen Standortvorteil verschaffen.

Auch für den Eigentümer Asklepios würde die Umwandlung des jetzigen Sondergebietes Krankenhaus zu einem herausragenden, modellhaften Wohnprojekt nicht nur ein Imagegewinn, sondern auch bessere Vermarktungsmöglichkeiten bedeuten.