Für sechzig Kinder fehlen Betreuungsplätze

Vom Kindergarten-Außengelände durch die Webergasse zurück zum Kindergarten in der Altstadt. (17 % Gefälle)

60 Kinder und ihre Eltern warten auf einen Kindergarten- oder Krippenplatz. Seit einigen Jahren zeichnet sich diese Entwicklung ab. Jetzt plant der Magistrat eilig einen Neubau in der Innenstadt – ohne Außengelände (Landesfeindsche Scheune). Dieser kann frühestens in zwei Jahren fertig sein. Eltern können Schadensersatz von der Stadt einklagen, wenn sie jetzt keinen Betreuungsplatz bekommen.

Eine Lösung für den aktuellen Bedarf muss jetzt gefunden werden, zum Beispiel durch:

# Tageseltern: Wie viele Plätze gibt es, wie viele werden in Kürze frei?

# Waldkindergarten: Dafür wurde schon vor zwei Jahren ein Konzept erarbeitet. In Wernswig sind Voraussetzungen und Organisation geklärt, es kann schnell angefangen werden. Eltern, die den Waldkindergarten wählen, machen Plätze in den anderen Kindergärten frei.

# Nutzung vorhandener Räume: In Wernswig zum Beispiel liegen Grundschule und Kindergarten zusammen, ausreichend Räume stehen leer. Kindergarten und Grundschule sind einverstanden, dass mit kleineren Umbauten schnell Platz für zwei weitere Gruppen geschaffen wird.

Kindergarten-Neubau

Aktuelle Zahlen des Kreises zeigen, dass die Anmeldungen für Kindergarten-/ Krippenplätze steigen. Außerdem besteht in einigen vorhandenen Homberger Kindergärten Überbelegung.

Schon 2013 stand ein Neubau auf der Tagesordnung, bisher ist nichts geschehen. Jetzt wurden durch eine Voruntersuchung bestehende und zusätzliche Standorte geprüft. Die Kindergärten in Hülsa und Wernswig wurden ohne Begründung bei der Untersuchung ausgeschlossen. Für eine verantwortliche Planung müssen alle Bedingungen berücksichtigt werden. Ein Kindergartenbau ist eine langfristige Investition. Nicht nur die Baukosten, sondern auch Folgekosten und Möglichkeiten zur Anpassung an veränderte Bedingungen sind zu beachten.

Ein Kindergarten ohne ein eigenes Freigelände wie bei der Landesfeindschen Scheune ist für Kinder eine erhebliche Einschränkung. Für Erzieherinnen und Erzieher bedeutet es eine hohe Belastung. Nur wenn die Arbeit durch gute räumliche Organisation unterstützt wird, lässt sich langfristig Fachpersonal halten und gewinnen.

Die Planung eines Kindergartens muss von den Bedürfnissen der Kinder, der Eltern und der Erzieherinnen und Erzieher ausgehen und darf nicht vorrangig der Belebung der Innenstadt dienen – wie es Homberger Politiker im Moment diskutieren.

Die Bürgerliste lädt zum 6. Bürgergespräch in das Gasthaus Krone ein. Mittwoch, 17. Februar, 18 Uhr. Fragen und Anregungen gern an buergerliste-homberg@t-online.de

Der frühe Termin berücksichtigt die Veranstaltung zu „Suedlink“ später am Abend.