Kinderbetreuungsplätze werden gebraucht, sie könnten schnell geschaffen werden

Die Bürgerliste fordert:

  • Um eine zeitliche Verzögerung zu vermeiden, soll die Stadtverwaltung bei der Kreisverwaltung parallel zwei Anträge einreichen: Zusätzlich zu der Planung einer Kita in der Landesfeindschen Scheune soll eine zweiten für den Standort Stellberg eingereicht werden. Wenn ein Kindergartenbau in der Altstadt zu viele Probleme macht, sollte eine Alternative entwickelt werden.
  • Die neuen Stadtverordneten sollten bei der noch ausstehenden Grundsatzentscheidung zum Kauf des Landesfeindschen Anwesens bedenken:

Kosten für das hoch verschuldete Homberg unter dem „Schutzschirm“
Es ist unklar, ob der Besitzer des Anwesens nur die Scheune für den eingeplanten Preis von 50.000 Euro verkaufen wird. Sein daneben liegendes Wohnhaus würde an Wert verlieren, wenn Außengelände und PKW-Stellplätze wegfallen. Die Kita in der Altstadt könnte sich dadurch weiter verteuern.

Sanierung und Ausbau einer Scheune könnte durch unvorhersehbare Probleme deutlich teurer werden als geplant – beim Ärztehaus war zu sehen, wie teuer ein Umbau werden kann.

Nur durch ein neu errichtetes Gebäude für eine Art Waldkindergarten im  „Dithmarschen Gartens“ lässt sich genügend Freigelände für die Altstadt-Kita nachweisen.   Das würde die Kosten noch einmal um mehr als 100.000 Euro erhöhen.

Eine Finanzierung aus mehreren Töpfen kann weitere Probleme aufwerfen:  Stadtumbau West Denkmalförderung, und KiGa-Förderung sollen herangezogen werden.

Ein Neubau am Stellberg in Modulbauweise kann zu einer Einsparung von mehr als einer Million Euro führen.

Zeitplan
In Homberg müssen kurzfristig ca.  600 Kindergartenplätze zur Verfügung stehen.
Sanierung und Bau in der Landesfeindschen Scheune wird auch bei günstigsten Bedingungen deutlich länger dauern als ein Neubau.
Ein Neubau in Modulbauweise könnte noch schneller errichtet werden.

Der  geplante „Waldkindergarten“ im Dithmarschen Garten ist einzügig geplant. Trotz zusätzlicher Kosten bringt er nur für wenige Kinder Platz.

Freigelände
Ein Freigelände  ca. 200 Meter vom Kindergarten entfernt ist für Kinder und Erziehrinnen unzumutbar. Es wird dazu führen, dass das Außengelände nur gelegentlich genutzt wird und der Kita-Tag überwiegend drinnen stattfindet.
Die Gruppenräume liegen nach Nord-Osten und haben nur sehr früh morgens Sonne.
Auch das kleine Freigelände vor der Kita ist durch enge Bebauung meist verschattet. Das ist gesundheitlich bedenklich, Menschen brauchen Luft und Sonne.
Wenn sich die Kinder des „Waldkindergartens“ das Gelände mit den 80 Kindern des Altstadtkindergartens teilen müssen, kann das zu Konflikten führen.
Der Wanderweg, der jetzt durch das Freigelände führt, könnte so nicht weiter genutzt werden. Ein Kindergarten braucht zur Straße hin ein Tor, das verschlossen werden kann. Wanderer würden das nicht immer zuverlässig tun.

Verkehrsprobleme
In den engen Gassen der Altstadt wird Bringen und Abholen von 80 Kindern schwierig werden und zu Stress bei Eltern führen. Die Anwohner in den umliegenden Straßen werden ebenfalls Park-Probleme haben, wenn morgens und abends Kinder gebracht und abgeholt werden.

Innenstadtbelebung
Berufstätige Eltern haben keine Zeit, morgens Einkäufe zu erledigen. oder ins Café zu gehen. Die Geschäfte der Innenstadt öffnen zudem erst dann, wenn die meisten Kinder schon gebracht wurden. Wenn die Kinder abgeholt werden, sind sie oft müde und entspanntes Stöbern in kleinen Geschäften ist nicht möglich. Nur schnell  Lebensmittel einkaufen ist dann noch möglich. Die Innenstadt wird nicht profitieren.

Bedarf an Kindergartenplätzen
Das Jugendamt Homberg regte einen vier bis fünfgruppigen Kindergarten an, möglichst in eingeschossiger Bauweise, um den aktuellen Bedarf an Kindergartenplätzen zu decken.
Ein Ausbau in der Scheune der Altstadt kann frühestens in eineinhalb Jahren fertig sein.
Ein Neubau in Modulbauweise kann sehr viel schneller und kostengünstiger errichtet werden.

Um schnell Kindergartenplätze zur Verfügung zu stellen, könnte ohne große Kosten ein Waldkindergarten in Wernswig eingerichtet werden. Planungsunterlagen liegen vor und können aktualisiert werden.
Durch die Vormittagsgruppe eines Waldkindergartens könnte auch der Standort des Kindergartens in Hombergs größtem Stadtteil Wernswig gestärkt werden:
Die Kinder könnten dort die Nachmittagsbetreuung  besuchen.
Eine naturnahe Kindergartengruppe in der Altstadt würden dagegen über 100.000 Euro kosten, da dort feste Gebäude errichtet werden sollen.

Nachhaltige Planung
Als langfristige Lösung lässt sich ein  Kindergarten in Modulbauweise flexibel an den Bedarf an Betreuungsplätzen anpassen:  Bei Bedarf können  neue Module angebaut werden, es können aber auch Module wieder abgebaut und verkauft werden, wenn einmal weniger Plätze benötigt werden. Diese Bauweise ist die nachhaltigste Lösung.